Freitag, 17. September 2010

Augmented Reality - die erweiterte Wirklichkeit

Beispiel für Augmented Reality auf einem G1 Google Smartphone:
 "Wikitude AR Travelguides"
Laut Wikipedia ist Augmented Reality eine computergestütze Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Auch wenn damit alle Sinne angesprochen werden können, wird in der Regel unter Augmented Reality nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden. Übersetzen lässt sich Augmented Reality etwa mit "Erweiterter Realität". Im Englischen ist auch die Abkürzung AR für "Augmented Reality" geläufig. Kurz gesagt geht es bei dieser "Erweiterung" der Realität darum, ein Abbild der Wirklichkeit mit Daten anzureichern. Im Idealfall soll die Grenze zwischen der sinnlich wahrgenommenen Wirklichkeit und den zusätzlichen digitalen Informationen nicht mehr wahrgenommen werden. Aus den digitalen Daten und der Umgebung ensteht also eine Einheit. Von diesem Zustand sind wir natürlich noch weit entfernt.



In dem obigen Video kann man ein Anwendungsbeispiel für AR sehen, welches von Lego eingesetzt wird. Hält man beim Kauf eines Produktes in einem Lego Geschäft die Produktschachtel vor eine Kamera, kann man auf einem Bildschirm sehen, wie das Produkt später aufgebaut in 3D aussehen wird. Dabei reagiert das Abbild auch auf die Bewegungen des Schachtelträgers. Auf ähnliche Weise kann man Zeitschriften oder Bücher erweitern. Man benötigt dazu lediglich ein Smartphone mit Kamera und ein Programm. Das Süddeutsche Zeitung Magazin hat zum Beispiel Augmented Reality in Heft 33/2010 eingesetzt. Das Ergebnis kann man sich in diesem Video ansehen:Gedruckte Medien können also unter Einsatz von AR auf weitere Informationen, Animationen oder Videos im Internet verweisen bzw. mit diesen angereichert werden.

Besitzt man ein Smartphone, so kann man mit Hilfe der Kamera ein Video aufzeichnen und dieses durch entsprechende Informationen ergänzen lassen. Es wird zum Beispiel die nächste U-Bahn-Haltestelle, der nächste Frisör, Geldautomat oder Restaurant angezeigt. Oder es werden einem Informationen zu Sehenswürdigkeiten geliefert. Man ist beispielsweise in Rom und sieht einen antiken Tempel und möchte gerne wissen, was das für einer ist. Man hält einfach seine Kamera auf das Objekt des Interesses und erhält die entsprechenden Informationen (natürlich nur sofern es auch welche darüber gibt). Oder man steht in Spanien in einem Supermarkt und fragt sich, was da genau auf dem Produkt steht. Mit Hilfe der Kamera filmt man den Text ab und bekommt sofort eine Übersetzung präsentiert.

Die heutigen Anwendungen sind mehr eine Spielerei, aber die Augmented Reality wird sicher mehr und mehr Teil unseres Alltags werden.




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